Wilhelmshaven braucht endlich ein Stadtmarketing

– Die Stadt hat ein Imageproblem

– Ratsgruppe GrünUnabhängigSozial möchte Stadtmarketing

 

Die meisten Städte in Deutschland leisten sich ein Stadtmarketing. Selbst für kleinere Städte wie Jever oder Schortens ist es selbstverständlich geworden, sich systematisch zu verkaufen. Nur Wilhelmshaven verzichtet darauf, obwohl kaum jemand bestreitet, dass die Stadt ein großes Imageproblem hat.

„Ohne Stadtmarketing haben wir den vielen negativen Pressemeldungen wenig entgegen zu setzen“, moniert das Grüne Ratsmitglied Alexander von Fintel. Aus Sicht der Ratsgruppe GrünUnabhängigSozial (GUS) soll es die Aufgabe eines neuen Stadtmarketings sein, Wilhelmshaven als Wohnort, Einkaufsort, Standort für die Wirtschaft, Urlaubsort und Ausflugsziel in einem positiven Licht zu präsentieren.

Allerdings fehlte es an einem Kommunikationskonzept für die Stadt. „Wir müssen entscheiden wer wir sind und wer wir sein wollen, und das dann klar kommunizieren“, fordert GUS-Gruppensprecher Michael von den Berg. „Und das geht nur, wenn wir endlich einen Plan haben.“

Die Maßnahmen sollen von der WTF durchgeführt und mit einem Budget von 150.000 € im ersten Jahr und danach jährlich 250.000 € finanziert werden. „Schließlich macht die WTF gute Arbeit bei der Vermarktung ihrer eigenen Veranstaltungen“, so die beiden Ratsherren.

Das Stadtmarketing soll im ersten Jahr nach Willen der GUS zunächst aus dem Wirtschaftsförderungstopf, der jährlich knapp über 300.000 € enthält, finanziert werden. So blieben für die Wirtschaftsförderung 2017 nur 150.000 € über, die Gruppe zeigt sich aber für alternative Finanzierungsvorschläge offen.

„Allerdings brauchen wir im Bereich der Wirtschaftsförderung ebenfalls dringend ein Konzept, denn die Verteilung von Geldern nach dem Gießkannenprinzip bedeutet keine zusätzlichen Arbeitsplätze für die Stadt. Aktuell bringen die 300.000 € wenig bis nichts. Bis wir einen klaren Plan haben, ist es ohnehin schon 2018“, erklärt von Fintel. Über die Finanzierung für das zweite Jahr werde man in einem Nachtragshaushalt entscheiden können, den es ohnehin geben wird.

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