Flüchtlinge in Wilhelmshaven weiterhin willkommen!

– Immer mehr Flüchtlinge wählen Wilhelmshaven als Wohnort
– Kritik aus der CDU nicht angemessen

Der CDU Bundestagsabgeordnete Hans-Werner Kammer sowie der Landtagskandidat der Union Stephan Hellwig haben die Politik der rot-grünen Landesregierung kritisiert, die es Flüchtlingen in Niedersachsen erlaubt, ihren Wohnort frei auszusuchen. Vor allem sagten die beiden CDU-Politiker, dass nicht mehr Geflüchtete nach Wilhelmshaven ziehen sollten.

Warum eigentlich nicht? Schließlich hat Wilhelmshaven in den letzten zehn Jahren rund 10 % ihrer Einwohnerinnen und Einwohner verloren. Und während in den letzten Jahren die Immobilienpreise in allen anderen Kreisen und kreisfreien Städten in der Region deutlich gestiegen sind, zeigte eine aktuelle Studie, dass nur in Wilhelmshaven die Wohnungspreise gesunken waren.

„Wir brauchen dringend Menschen, die bei uns wohnen wollen“, sagen Bundestagskandidat Alexander von Fintel und Landtagskandidatin Wilma Nyari. „Wer neue Einwohner nur aufgrund ihrer Herkunft ablehnt, muss sich Diskriminierung vorwerfen lassen.“

Zwei Gründe werden häufig genannt, um die freie Wohnortwahl von Flüchtlingen einzuschränken: um Ghettoisierung zu verhindern und die Anspannung am Wohnungsmarkt in manchen Großstädten nicht weiter zu verschärfen. Beide Gründe treffen in Wilhelmshaven nicht zu. Außerdem ist die Residenzpflicht eine Form der Diskriminierung und Stigmatisierung, die der Integration entgegenwirkt und Familien auseinanderhält, sowie eine Verletzung der Menschenrechte. Nur in Sachsen und Bayern – aus Sicht der beiden Grünen nicht gerade Paradebeispiele für Integration und Toleranz – wird an der engen Residenzpflicht innerhalb des Bundeslandes festgehalten.

„In Wilhelmshaven können wir Familien weiterhin dezentral unterbringen und haben immer noch viele leerstehende Wohnungen“, sagen dazu die beiden Grünen. „Außerdem ist jede Person, die zu uns zieht, ganz nüchtern gesehen ein finanzieller Gewinn. Denn jeder neue Einwohner bedeutet mehr Kaufkraft sowie mehr Mittel für die Stadtverwaltung. Wir freuen uns über jeden, der in Wilhelmshaven leben möchte – egal wo er herkommt.“

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