Die neuen Kindergartengebühren transparent gemacht

Die Beispielberechnungen finden Sie hier. Ebenfalls wichtig ist diese Tabelle, die den Satz anhand der sog. “ermittelten Einkommensgrenze” zeigt. Wieviel Prozent dieses Einkommens man hat, bestimmt den Satz. Wie das Einkommen berechnet wird, zeigen die Beispielberechnungen. Klingt kompliziert, ist aber nicht allzu schwierig.

Mit neuen Kindergartengebühren möchte die Gemeinde Sande eine Annäherung der Beiträge an die weiteren Kommunen Frieslands vornehmen. In der Presse war zu lesen, dass diese um bis zu 80 % erhöht worden sind. Auf Anfrage der Grünen hat die Verwaltung nun Beispielberechnungen herausgegeben, damit Eltern sehen können, was ab August auf sie zukommt.

Eine Familie mit zwei Kindern und einem Monatseinkommen von durchschnittlich 2370 € netto – einschließlich Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Kindergeld – wird für die Kernbetreuung künftig 85 € statt bisher 75 € pro Kind und Monat zahlen müssen. Durch die Verschiebung der Zahlungsstufen werden manche Familien sogar entlastet.

Wirklich teuer wird es erst, wenn eine Familie 4000 € oder mehr pro Monat netto verdient. Der Höchstsatz steigt von 115 € auf 205 €. Allerdings bleiben die Kindergärten und Krippen in Sande im Vergleich zu anderen Kommunen im Landkreis weiterhin günstig – vor allem für Familien die wenig oder durchschnittlich verdienen.

„Wir haben diese Erhöhungen mitgetragen, weil wir sie für ausgewogen und sozial halten“, erklärt Ratsmitglied Kirstin Pöppelmeier (Grüne). „Bei der alten Gebührenordnung zahlten schon Durchschnittsverdiener den Höchstsatz.“

Die Berechnungen sind etwas kompliziert: Fahrtkosten, Unterkunftskosten und die Anzahl der Familienmitglieder werden berücksichtigt. Das Grüne Ratsmitglied Alexander von Fintel hat daher die Beispielberechnungen auf seine Webseite gestellt: www.alex-von-fintel.de. Wer Fragen hat, kann sich an Herrn von Fintel oder seine Ratskollegin Frau Pöppelmeier wenden, oder natürlich auch an das Rathaus.

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