Bundespolitische Themen

 Wirtschaft: Weg vom Wachstum

Wenn alle Menschen einen Lebensstandard genießen dürften, wie wir es in Deutschland tun, bräuchten wir mehr als zweieinhalb Erden. Unsere Art des Wirtschaftens zerstört unsere Lebensgrundlage – die Erde. Darum werden wir vieles ändern müssen.

Es ist schlicht und einfach nicht möglich, auf einem endlichen Planeten unendlich zu wachsen. Der Umbau unseres wachstumsabhängigen Systems gehört zu den wichtigsten Aufgaben unserer Generation.

Dies muss nicht eine Revolution bedeuten – plötzlich, von heute auf morgen –, solange wir bald die ersten Schritte in Richtung echte Nachhaltigkeit gehen. Viele dieser Schritte sind in unserem Wahlprogramm enthalten: z.B. der Abbau von umweltschädlichen Subventionen, die Förderung einer umweltfreundlichen Landwirtschaft, intelligente und grüne Verkehrslösungen.

Ob innerhalb oder außerhalb des Bundestages: Ich werde mich für eine konsequente Umsetzung der notwendigen Maßnahmen einsetzen. Als Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft & Finanzen sowie des niedersächsischen Landesparteirates habe ich die Möglichkeit, mich an der Formulierung unserer Grünen Positionen zu beteiligen, bevor sie beschlossen werden.

 

Energie: Klimawandel stoppen

Ich bin kein Energieexperte. Aber das muss man nicht sein, um zu erkennen, dass der Klimawandel die größte Bedrohung für Wohlstand und Frieden ist – in Norddeutschland und auch weltweit. Wenn die Deiche die steigenden Meere nicht mehr aufhalten können, haben wir alle verloren. Zum Glück haben wir noch Zeit zum Handeln.

Veränderungen stoßen meist auf Widerstand. Es ist verständlich, dass manche in Wilhelmshaven die Kohlekraft und die damit verbundenen Arbeitsplätze erhalten möchte. Und es ist verständlich, dass nicht alle in Friesland und Wittmund noch mehr Windräder vor ihren Türen sehen wollen.

Andere freuen sich aber – und das sollten wir nicht vergessen –, wenn die Atomkraftwerke in ihrer Nähe endlich abgeschaltet werden, oder wenn mit Kohle beladene Güterzüge nicht mehr durch die Landschaft rattern.

Die richtige Bilanz zwischen den Energieformen zu finden und die Belastungen für Mensch und Umwelt fair im Land zu verteilen, ist keine einfache Aufgabe. Wir müssen und werden uns bemühen, möglichst viele Menschen mitzunehmen.

 

Entwicklungszusammenarbeit: Ein Leben vor dem Tod

Seit ich 17 bin engagiere ich mich gegen Armut im globalen Süden.

Eine Herzensangelegenheit für mich ist es also, dass Deutschland endlich sein Versprechen von 1969 einhält, 0,7 % seines Bruttosozialprodukts für die Entwicklungshilfe auszugeben. Wir sind immer noch bei nur rund 0,4 %.

Entwicklungszusammenarbeit bedeutet, Menschen eine echte Chance geben, ein würdiges Leben zu führen und sich zu entfalten. Außerdem ist Entwicklung die einzige Chance, Flucht zu verhindern.

Eine Bundesregierung mit grüner Beteiligung muss darauf bestehen, dass das 0,7 % Ziel innerhalb von maximal einer Legislaturperiode erreicht wird.